Sternschnuppen-Kalender 2026
Sternschnuppen 2026: Wann und wo du sie am besten siehst
Alle wichtigen Meteorströme des Jahres für Deutschland – mit Maximum, sinnvoller Uhrzeit, passender Himmelsrichtung und einer Einschätzung zum Mondlicht.
Jetzt aktiv · Maximum morgen
Aurigiden
Ein kleiner, kompakter Strom zum Übergang in den Herbst; gelegentlich überrascht er mit erhöhter Aktivität.
So schaust du richtig: Richte den Blick ungefähr nach Nordost, hoch am Himmel. Der Ursprungspunkt liegt zu dieser Zeit im Osten in etwa 51° Höhe. Schaue bewusst 40 bis 60° daran vorbei – dort wirken die Leuchtspuren länger.
Sternschnuppen heute
Welche Ströme sind gerade aktiv?
Alle wichtigen Termine
Sternschnuppen-Kalender 2026
Die Zeiten und Blickrichtungen gelten für Deutschland (Mitte). Wähle oben einen anderen Ort, wenn du genauer planen möchtest.
Januar
Quadrantiden
Ein kräftiger, aber kurzer Jahresauftakt. Die höchste Aktivität hält oft nur wenige Stunden an.
- Aktiv
- 28. Dezember bis 12. Januar
- Maximum
- 3. Januar, ca. 22:15 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 3./4. Januar · 04:45–06:45 Uhr
- Blickrichtung
- Südost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (99 %)
Tipp: Der Ausgangspunkt steigt erst nach Mitternacht hoch. Die zweite Nachthälfte ist meist am ergiebigsten.
Ursprung und Verhalten verstehen
April
Lyriden
Der Frühlingsklassiker bringt schnelle Sternschnuppen und gelegentlich besonders helle Exemplare.
- Aktiv
- 14. April bis 30. April
- Maximum
- 22. April, ca. 21:30 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 22./23. April · 02:15–04:15 Uhr
- Blickrichtung
- Nordost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Spät am Abend beginnen, besser wird es gewöhnlich nach Mitternacht.
Ursprung und Verhalten verstehen
Mai
Eta-Aquariiden
Staub des Halleyschen Kometen. Von Deutschland aus steht der Strom tief und ist deutlich schwächer als in südlichen Ländern.
- Aktiv
- 19. April bis 28. Mai
- Maximum
- 6. Mai, ca. 11:00 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 5./6. Mai · 02:30–05:30 Uhr
- Blickrichtung
- Nordost, über dem Horizont
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (84 %)
Tipp: Nur kurz vor der Morgendämmerung beobachten und einen freien Horizont einplanen.
Ursprung und Verhalten verstehen
Juli
Alpha-Capricorniden
Nur wenige Meteore, dafür sind langsame, auffällig helle Feuerkugeln möglich.
- Aktiv
- 3. Juli bis 15. August
- Maximum
- 31. Juli, ca. 15:30 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 31. Juli/1. August · 22:30–01:30 Uhr
- Blickrichtung
- Südwest, in mittlerer Höhe
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (95 %)
Tipp: Am besten zusammen mit den Delta-Aquariiden und den ersten Perseiden beobachten.
Ursprung und Verhalten verstehen
Juli
Südliche Delta-Aquariiden
Ein lang anhaltender Sommerstrom, dessen Ausgangspunkt von Deutschland aus relativ niedrig bleibt.
- Aktiv
- 12. Juli bis 23. August
- Maximum
- 31. Juli, ca. 15:30 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 31. Juli/1. August · 00:45–03:45 Uhr
- Blickrichtung
- Südost, über dem Horizont
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (94 %)
Tipp: Die besten Chancen liegen in der zweiten Nachthälfte bei freiem südlichem Horizont.
Ursprung und Verhalten verstehen
August
Perseiden
Der bekannteste Sommerstrom: viele schnelle Meteore, häufig lange Spuren und immer wieder helle Sternschnuppen.
- Aktiv
- 17. Juli bis 24. August
- Maximum
- 13. August, ca. 05:00 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 12./13. August · 02:00–05:00 Uhr
- Blickrichtung
- Nord, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Schon am späten Abend sichtbar, die meisten Meteore gibt es gewöhnlich nach Mitternacht.
Ursprung und Verhalten verstehen
September
Aurigiden
Jetzt aktiv
Ein kleiner, kompakter Strom zum Übergang in den Herbst; gelegentlich überrascht er mit erhöhter Aktivität.
- Aktiv
- 28. August bis 5. September
- Maximum
- 1. September, ca. 11:30 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 31. August/1. September · 04:15–06:15 Uhr
- Blickrichtung
- Nordost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (83 %)
Tipp: Die Zeit nach Mitternacht bis zum Beginn der Morgendämmerung nutzen.
Ursprung und Verhalten verstehen
September
September-Epsilon-Perseiden
Ein schwächerer Herbststrom, nicht zu verwechseln mit den deutlich stärkeren Perseiden im August.
- Aktiv
- 5. September bis 21. September
- Maximum
- 9. September, ca. 20:00 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 9./10. September · 01:45–03:45 Uhr
- Blickrichtung
- Nordost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Dunkler Landhimmel ist wichtiger als eine minutengenaue Beobachtungszeit.
Ursprung und Verhalten verstehen
Oktober
Draconiden
Meist ein ruhiger Strom, der in einzelnen Jahren jedoch überraschende Ausbrüche zeigen kann.
- Aktiv
- 6. Oktober bis 10. Oktober
- Maximum
- 9. Oktober, ca. 03:15 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 8./9. Oktober · 01:15–03:15 Uhr
- Blickrichtung
- West, in mittlerer Höhe
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Eine Ausnahme unter den großen Strömen: Hier lohnt sich bereits der frühe Abend.
Ursprung und Verhalten verstehen
Oktober
Orioniden
Schnelle Herbstmeteore aus Staub des Halleyschen Kometen, oft mit kurz nachleuchtenden Spuren.
- Aktiv
- 2. Oktober bis 7. November
- Maximum
- 21. Oktober, ca. 20:30 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 21./22. Oktober · 03:45–06:45 Uhr
- Blickrichtung
- Südost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Orion steigt erst spät auf; die zweite Nachthälfte ist klar im Vorteil.
Ursprung und Verhalten verstehen
November
Südliche Tauriden
Eine geringe Zahl langsamer Meteore, darunter aber überdurchschnittlich oft eindrucksvolle Feuerkugeln.
- Aktiv
- 20. September bis 20. November
- Maximum
- 5. November, ca. 20:00 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 5./6. November · 23:15–02:15 Uhr
- Blickrichtung
- Südost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Das breite Maximum macht mehrere Beobachtungsnächte rund um den Termin sinnvoll.
Ursprung und Verhalten verstehen
November
Nördliche Tauriden
Der zweite Tauriden-Zweig ist ebenfalls gemächlich und für besonders helle Feuerkugeln bekannt.
- Aktiv
- 20. Oktober bis 10. Dezember
- Maximum
- 12. November, ca. 19:15 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 12./13. November · 22:45–01:45 Uhr
- Blickrichtung
- Südost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Lange hinschauen: Die Rate ist niedrig, ein einzelner heller Meteor kann den Abend aber lohnen.
Ursprung und Verhalten verstehen
November
Leoniden
Sehr schnelle Meteore; historische Meteorstürme machen diesen Novemberstrom besonders berühmt.
- Aktiv
- 6. November bis 30. November
- Maximum
- 18. November, ca. 00:45 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 17./18. November · 04:00–06:00 Uhr
- Blickrichtung
- Ost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Der Ausgangspunkt im Löwen steigt erst nach Mitternacht auf.
Ursprung und Verhalten verstehen
Dezember
Geminiden
Der stärkste verlässliche Strom des Jahres: viele helle, eher langsame Meteore und ein breites Maximum.
- Aktiv
- 4. Dezember bis 20. Dezember
- Maximum
- 14. Dezember, ca. 14:45 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 14./15. Dezember · 22:30–01:30 Uhr
- Blickrichtung
- Nordost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Mond unter dem Horizont
Tipp: Bereits am Abend gut, besonders ergiebig wird die lange Dezembernacht rund um Mitternacht.
Ursprung und Verhalten verstehen
Dezember
Ursiden
Ein kleiner, nördlicher Winterstrom, der das Sternschnuppenjahr kurz vor Weihnachten abschließt.
- Aktiv
- 17. Dezember bis 26. Dezember
- Maximum
- 22. Dezember, ca. 23:15 Uhr
- Beste Beobachtungszeit
- Nacht 22./23. Dezember · 05:00–07:00 Uhr
- Blickrichtung
- Ost, hoch am Himmel
- Mondlicht
- Helles Mondlicht (99 %)
Tipp: Der Ausgangspunkt bleibt in Deutschland die ganze Nacht über dem Horizont.
Ursprung und Verhalten verstehen
Einfach besser beobachten
So wird die Sternschnuppennacht zum Erfolg
Dunklen Platz wählen
Fahre möglichst aus der Stadt, suche freie Sicht und schirme Straßenlampen ab. Warte etwa 20 Minuten, bis sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben.
Großen Himmelsbereich ansehen
Sternschnuppen erscheinen überall. Schaue hoch und etwa 40 bis 60° neben den Ursprungspunkt – nicht starr direkt hinein.
Ohne Teleskop beobachten
Eine Liege, warme Kleidung und Geduld sind wichtiger als Optik. Fernglas und Teleskop zeigen einen zu kleinen Ausschnitt des Himmels.
Automatisch jahresaktuell
Warum sich die Termine selbst anpassen
Die Erde durchquert die Staubspuren jedes Jahr an derselben Stelle ihrer Sonnenbahn. Aus dieser wiederkehrenden Position werden Datum und Uhrzeit des Maximums für das laufende Jahr neu bestimmt. So verschiebt sich der Kalender automatisch mit – spontane Aktivitätsausbrüche und das Wetter bleiben allerdings nicht langfristig vorhersagbar.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Sternschnuppen
Wann sind die nächsten Sternschnuppen zu sehen?
Aurigiden erreichen ihr nächstes Maximum am 1. September 2026. Für Deutschland liegt das beste dunkle Beobachtungsfenster ungefähr bei 04:15–06:15 Uhr.
In welche Himmelsrichtung muss ich schauen?
Sternschnuppen können am ganzen Himmel erscheinen. Schaue nicht starr auf den Ausgangspunkt des Stroms, sondern etwa 40 bis 60 Grad daneben und möglichst hoch. Die Kalenderkarten nennen dafür eine passende Blickrichtung für den ausgewählten Ort.
Zu welcher Uhrzeit sieht man die meisten Sternschnuppen?
Bei vielen Meteorströmen ist die zweite Nachthälfte am besten, weil ihr Ausgangspunkt dann höher steht. Ausnahmen gibt es, etwa die Draconiden am frühen Abend. Deshalb wird für jeden Strom ein eigenes dunkles Zeitfenster angezeigt.
Brauche ich ein Teleskop oder Fernglas?
Nein. Das bloße Auge erfasst den größten Himmelsausschnitt. Lege dich bequem hin, meide Straßenlampen und gib deinen Augen etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Sind wirklich so viele Sternschnuppen pro Stunde sichtbar?
Die angegebene Maximalrate gilt für einen vollkommen dunklen Himmel, einen hoch stehenden Ausgangspunkt und freie Rundumsicht. In Deutschland, bei Mondlicht oder in Städten sieht eine einzelne Person gewöhnlich deutlich weniger.