Sternschnuppen-Kalender 2026

Sternschnuppen 2026: Wann und wo du sie am besten siehst

Alle wichtigen Meteorströme des Jahres für Deutschland – mit Maximum, sinnvoller Uhrzeit, passender Himmelsrichtung und einer Einschätzung zum Mondlicht.

Jetzt aktiv · Maximum morgen

Aurigiden

Ein kleiner, kompakter Strom zum Übergang in den Herbst; gelegentlich überrascht er mit erhöhter Aktivität.

Maximum 1. September gegen 11:30 Uhr
Beste Zeit 04:15–06:15 Uhr Nacht 31. August/1. September
Beste Blickrichtung Nordost, hoch am Himmel für Deutschland
Mögliche Rate bis 6/h* Helles Mondlicht (83 %)

So schaust du richtig: Richte den Blick ungefähr nach Nordost, hoch am Himmel. Der Ursprungspunkt liegt zu dieser Zeit im Osten in etwa 51° Höhe. Schaue bewusst 40 bis 60° daran vorbei – dort wirken die Leuchtspuren länger.

Sternschnuppen heute

Welche Ströme sind gerade aktiv?

Alle wichtigen Termine

Sternschnuppen-Kalender 2026

Die Zeiten und Blickrichtungen gelten für Deutschland (Mitte). Wähle oben einen anderen Ort, wenn du genauer planen möchtest.

Januar

Quadrantiden

bis 80/h*

Ein kräftiger, aber kurzer Jahresauftakt. Die höchste Aktivität hält oft nur wenige Stunden an.

Aktiv
28. Dezember bis 12. Januar
Maximum
3. Januar, ca. 22:15 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 3./4. Januar · 04:45–06:45 Uhr
Blickrichtung
Südost, hoch am Himmel
Mondlicht
Helles Mondlicht (99 %)

Tipp: Der Ausgangspunkt steigt erst nach Mitternacht hoch. Die zweite Nachthälfte ist meist am ergiebigsten.

Ursprung und Verhalten verstehen

April

Lyriden

bis 18/h*

Der Frühlingsklassiker bringt schnelle Sternschnuppen und gelegentlich besonders helle Exemplare.

Aktiv
14. April bis 30. April
Maximum
22. April, ca. 21:30 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 22./23. April · 02:15–04:15 Uhr
Blickrichtung
Nordost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Spät am Abend beginnen, besser wird es gewöhnlich nach Mitternacht.

Ursprung und Verhalten verstehen

Mai

Eta-Aquariiden

bis 50/h*

Staub des Halleyschen Kometen. Von Deutschland aus steht der Strom tief und ist deutlich schwächer als in südlichen Ländern.

Aktiv
19. April bis 28. Mai
Maximum
6. Mai, ca. 11:00 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 5./6. Mai · 02:30–05:30 Uhr
Blickrichtung
Nordost, über dem Horizont
Mondlicht
Helles Mondlicht (84 %)

Tipp: Nur kurz vor der Morgendämmerung beobachten und einen freien Horizont einplanen.

Ursprung und Verhalten verstehen

Juli

Alpha-Capricorniden

bis 5/h*

Nur wenige Meteore, dafür sind langsame, auffällig helle Feuerkugeln möglich.

Aktiv
3. Juli bis 15. August
Maximum
31. Juli, ca. 15:30 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 31. Juli/1. August · 22:30–01:30 Uhr
Blickrichtung
Südwest, in mittlerer Höhe
Mondlicht
Helles Mondlicht (95 %)

Tipp: Am besten zusammen mit den Delta-Aquariiden und den ersten Perseiden beobachten.

Ursprung und Verhalten verstehen

Juli

Südliche Delta-Aquariiden

bis 25/h*

Ein lang anhaltender Sommerstrom, dessen Ausgangspunkt von Deutschland aus relativ niedrig bleibt.

Aktiv
12. Juli bis 23. August
Maximum
31. Juli, ca. 15:30 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 31. Juli/1. August · 00:45–03:45 Uhr
Blickrichtung
Südost, über dem Horizont
Mondlicht
Helles Mondlicht (94 %)

Tipp: Die besten Chancen liegen in der zweiten Nachthälfte bei freiem südlichem Horizont.

Ursprung und Verhalten verstehen

August

Perseiden

bis 100/h*

Der bekannteste Sommerstrom: viele schnelle Meteore, häufig lange Spuren und immer wieder helle Sternschnuppen.

Aktiv
17. Juli bis 24. August
Maximum
13. August, ca. 05:00 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 12./13. August · 02:00–05:00 Uhr
Blickrichtung
Nord, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Schon am späten Abend sichtbar, die meisten Meteore gibt es gewöhnlich nach Mitternacht.

Ursprung und Verhalten verstehen

September

Aurigiden

bis 6/h*

Jetzt aktiv

Ein kleiner, kompakter Strom zum Übergang in den Herbst; gelegentlich überrascht er mit erhöhter Aktivität.

Aktiv
28. August bis 5. September
Maximum
1. September, ca. 11:30 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 31. August/1. September · 04:15–06:15 Uhr
Blickrichtung
Nordost, hoch am Himmel
Mondlicht
Helles Mondlicht (83 %)

Tipp: Die Zeit nach Mitternacht bis zum Beginn der Morgendämmerung nutzen.

Ursprung und Verhalten verstehen

September

September-Epsilon-Perseiden

bis 8/h*

Ein schwächerer Herbststrom, nicht zu verwechseln mit den deutlich stärkeren Perseiden im August.

Aktiv
5. September bis 21. September
Maximum
9. September, ca. 20:00 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 9./10. September · 01:45–03:45 Uhr
Blickrichtung
Nordost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Dunkler Landhimmel ist wichtiger als eine minutengenaue Beobachtungszeit.

Ursprung und Verhalten verstehen

Oktober

Draconiden

meist etwa 5/h*

Meist ein ruhiger Strom, der in einzelnen Jahren jedoch überraschende Ausbrüche zeigen kann.

Aktiv
6. Oktober bis 10. Oktober
Maximum
9. Oktober, ca. 03:15 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 8./9. Oktober · 01:15–03:15 Uhr
Blickrichtung
West, in mittlerer Höhe
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Eine Ausnahme unter den großen Strömen: Hier lohnt sich bereits der frühe Abend.

Ursprung und Verhalten verstehen

Oktober

Orioniden

bis 20/h*

Schnelle Herbstmeteore aus Staub des Halleyschen Kometen, oft mit kurz nachleuchtenden Spuren.

Aktiv
2. Oktober bis 7. November
Maximum
21. Oktober, ca. 20:30 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 21./22. Oktober · 03:45–06:45 Uhr
Blickrichtung
Südost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Orion steigt erst spät auf; die zweite Nachthälfte ist klar im Vorteil.

Ursprung und Verhalten verstehen

November

Südliche Tauriden

bis 7/h*

Eine geringe Zahl langsamer Meteore, darunter aber überdurchschnittlich oft eindrucksvolle Feuerkugeln.

Aktiv
20. September bis 20. November
Maximum
5. November, ca. 20:00 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 5./6. November · 23:15–02:15 Uhr
Blickrichtung
Südost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Das breite Maximum macht mehrere Beobachtungsnächte rund um den Termin sinnvoll.

Ursprung und Verhalten verstehen

November

Nördliche Tauriden

bis 5/h*

Der zweite Tauriden-Zweig ist ebenfalls gemächlich und für besonders helle Feuerkugeln bekannt.

Aktiv
20. Oktober bis 10. Dezember
Maximum
12. November, ca. 19:15 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 12./13. November · 22:45–01:45 Uhr
Blickrichtung
Südost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Lange hinschauen: Die Rate ist niedrig, ein einzelner heller Meteor kann den Abend aber lohnen.

Ursprung und Verhalten verstehen

November

Leoniden

bis 15/h*

Sehr schnelle Meteore; historische Meteorstürme machen diesen Novemberstrom besonders berühmt.

Aktiv
6. November bis 30. November
Maximum
18. November, ca. 00:45 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 17./18. November · 04:00–06:00 Uhr
Blickrichtung
Ost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Der Ausgangspunkt im Löwen steigt erst nach Mitternacht auf.

Ursprung und Verhalten verstehen

Dezember

Geminiden

bis 150/h*

Der stärkste verlässliche Strom des Jahres: viele helle, eher langsame Meteore und ein breites Maximum.

Aktiv
4. Dezember bis 20. Dezember
Maximum
14. Dezember, ca. 14:45 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 14./15. Dezember · 22:30–01:30 Uhr
Blickrichtung
Nordost, hoch am Himmel
Mondlicht
Mond unter dem Horizont

Tipp: Bereits am Abend gut, besonders ergiebig wird die lange Dezembernacht rund um Mitternacht.

Ursprung und Verhalten verstehen

Dezember

Ursiden

bis 10/h*

Ein kleiner, nördlicher Winterstrom, der das Sternschnuppenjahr kurz vor Weihnachten abschließt.

Aktiv
17. Dezember bis 26. Dezember
Maximum
22. Dezember, ca. 23:15 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Nacht 22./23. Dezember · 05:00–07:00 Uhr
Blickrichtung
Ost, hoch am Himmel
Mondlicht
Helles Mondlicht (99 %)

Tipp: Der Ausgangspunkt bleibt in Deutschland die ganze Nacht über dem Horizont.

Ursprung und Verhalten verstehen

Einfach besser beobachten

So wird die Sternschnuppennacht zum Erfolg

01

Dunklen Platz wählen

Fahre möglichst aus der Stadt, suche freie Sicht und schirme Straßenlampen ab. Warte etwa 20 Minuten, bis sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben.

02

Großen Himmelsbereich ansehen

Sternschnuppen erscheinen überall. Schaue hoch und etwa 40 bis 60° neben den Ursprungspunkt – nicht starr direkt hinein.

03

Ohne Teleskop beobachten

Eine Liege, warme Kleidung und Geduld sind wichtiger als Optik. Fernglas und Teleskop zeigen einen zu kleinen Ausschnitt des Himmels.

Automatisch jahresaktuell

Warum sich die Termine selbst anpassen

Die Erde durchquert die Staubspuren jedes Jahr an derselben Stelle ihrer Sonnenbahn. Aus dieser wiederkehrenden Position werden Datum und Uhrzeit des Maximums für das laufende Jahr neu bestimmt. So verschiebt sich der Kalender automatisch mit – spontane Aktivitätsausbrüche und das Wetter bleiben allerdings nicht langfristig vorhersagbar.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Sternschnuppen

Wann sind die nächsten Sternschnuppen zu sehen?

Aurigiden erreichen ihr nächstes Maximum am 1. September 2026. Für Deutschland liegt das beste dunkle Beobachtungsfenster ungefähr bei 04:15–06:15 Uhr.

In welche Himmelsrichtung muss ich schauen?

Sternschnuppen können am ganzen Himmel erscheinen. Schaue nicht starr auf den Ausgangspunkt des Stroms, sondern etwa 40 bis 60 Grad daneben und möglichst hoch. Die Kalenderkarten nennen dafür eine passende Blickrichtung für den ausgewählten Ort.

Zu welcher Uhrzeit sieht man die meisten Sternschnuppen?

Bei vielen Meteorströmen ist die zweite Nachthälfte am besten, weil ihr Ausgangspunkt dann höher steht. Ausnahmen gibt es, etwa die Draconiden am frühen Abend. Deshalb wird für jeden Strom ein eigenes dunkles Zeitfenster angezeigt.

Brauche ich ein Teleskop oder Fernglas?

Nein. Das bloße Auge erfasst den größten Himmelsausschnitt. Lege dich bequem hin, meide Straßenlampen und gib deinen Augen etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

Sind wirklich so viele Sternschnuppen pro Stunde sichtbar?

Die angegebene Maximalrate gilt für einen vollkommen dunklen Himmel, einen hoch stehenden Ausgangspunkt und freie Rundumsicht. In Deutschland, bei Mondlicht oder in Städten sieht eine einzelne Person gewöhnlich deutlich weniger.