Nächstes Maximum in 335 Tagen

Südliche Delta-Aquariiden 2027: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit

Die Südlichen Delta-Aquariiden sind ein lang anhaltender Sommerstrom mit einem Radianten tief im Wassermann. In Deutschland sind sie anspruchsvoller als weiter südlich, lassen sich aber gut zusammen mit Alpha-Capricorniden und Perseiden beobachten.

Jahresaktuell berechnet

Südliche Delta-Aquariiden 2027 beobachten

Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.

Aktiv12. Juli–23. August2027
Maximum31. Julietwa 21:30 Uhr
Beste dunkle Zeit01:15–04:15 Uhrfür Deutschland
BlickrichtungSüdost, in mittlerer HöheRadiant Süd · 23° hoch
Mond3 % beleuchtetsehr dunkler Mondhimmel
Idealratebis 25 pro Stunde*Bedingte Chancen

DWD-Wetter folgt

Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh

Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.

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* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.

Entstehung des Stroms

Woher kommen die Südliche Delta-Aquariiden?

Als wahrscheinlicher Mutterkörper wird 96P/Machholz genannt, ein Komet mit rund 5,3 Jahren Umlaufzeit. NASA führt diese Zuordnung ausdrücklich als noch nicht abschließend bestätigt; der Machholz-Komplex umfasst mehrere dynamisch verwandte Ströme und Kleinkörper.

Die Erde trifft im Hochsommer auf den ausgedehnten Partikelbereich. Weil der Strom breit und der Zusammenhang komplex ist, verteilt sich die Aktivität über Wochen und besitzt kein so messerscharfes Maximum wie die Quadrantiden.

Jahreszeit und Uhrzeit

Warum sind sie gerade dann sichtbar?

Der südliche Radiant steigt in Deutschland erst spät ausreichend hoch. Die besten Chancen liegen nach Mitternacht bis vor der Morgendämmerung bei freiem Südhorizont. Weiter südlich ist die Geometrie deutlich günstiger.

Die Erdachse ist nicht die Ursache des Julitermins, bestimmt über geografische Breite und Deklination aber die geringe Radiantenhöhe. Die Erdrotation sorgt dafür, dass der Radiant in der zweiten Nachthälfte seine beste lokale Stellung erreicht.

Tempo und Leuchtspuren

Wie verhalten sich die Meteore?

Die Meteore treten mit etwa 41 Kilometern pro Sekunde ein. Viele sind eher unauffällig; bei dunklem Himmel können dennoch längere Spuren sichtbar werden, besonders wenn man nicht direkt zum tiefen Radianten schaut.

Wegen der Überschneidung mehrerer Sommerströme ist die Rückverlängerung der Flugbahn wichtig: Sie trennt Delta-Aquariiden mit Ursprung im Wassermann von Perseiden aus dem Nordosten und langsameren Alpha-Capricorniden.

Was wir wissen – und was nicht

Stand der Zuordnung

96P/Machholz ist eine plausible, aber laut NASA nicht endgültig bestätigte Zuordnung. Diese Unsicherheit wird bewusst nicht als gesicherte Herkunft dargestellt.

Mutterkörper
96P/Machholz
Typ
wahrscheinlicher, nicht abschließend bestätigter Komet
Radiant
Wassermann
Eintrittstempo
etwa 41 km/s

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu den Südliche Delta-Aquariiden

Wann ist das nächste Maximum der Südliche Delta-Aquariiden?

Das nächste berechnete Maximum liegt am 31. Juli 2027 gegen 21:30 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 12. Juli bis 23. August.

Woher kommen die Südliche Delta-Aquariiden?

Als wahrscheinlicher Mutterkörper wird 96P/Machholz genannt, ein Komet mit rund 5,3 Jahren Umlaufzeit. NASA führt diese Zuordnung ausdrücklich als noch nicht abschließend bestätigt; der Machholz-Komplex umfasst mehrere dynamisch verwandte Ströme und Kleinkörper.

Ist 96P/Machholz sicher der Mutterkomet?

Nein. Die Verbindung gilt als wahrscheinlich, wird von NASA aber als nicht bestätigt gekennzeichnet. Der Strom gehört zu einem komplexen dynamischen Umfeld.

Warum braucht man einen freien Südhorizont?

Der Radiant erreicht von Deutschland aus nur eine geringe Höhe. Gebäude, Bäume und Horizontdunst verdecken deshalb einen besonders großen Teil der möglichen Meteore.