Nächstes Maximum in 114 Tagen
Ursiden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Ursiden schließen das Meteorjahr kurz vor Weihnachten ab. Ihr Radiant liegt nahe dem Kleinen Bären und bleibt in Deutschland die ganze Nacht über dem Horizont.
Jahresaktuell berechnet
Ursiden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Ursiden?
Der Mutterkomet 8P/Tuttle umrundet die Sonne in ungefähr 13,6 Jahren. Bei früheren Sonnendurchgängen setzte er die Teilchen frei, die heute entlang seiner Bahn verteilt sind.
Die Erde kreuzt den Strom Ende Dezember. Neben dem beständigen Hintergrund können dichtere alte Staubfilamente zeitweise höhere Raten erzeugen. Der Komet selbst muss dafür nicht gerade an der Erde vorbeiziehen.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant im Kleinen Bären ist aus Deutschland zirkumpolar und geht nicht unter. Seine Höhe verändert sich mit der Erdrotation, aber grundsätzlich bleibt der Strom die ganze Nacht geometrisch erreichbar.
Die lange Winternacht ist günstig, während Wetter und ein eventuell heller Mond oft die praktisch wichtigeren Grenzen setzen. Bei einem vorhergesagten schmalen Zusatzmaximum zählt dessen Uhrzeit stärker als eine pauschale Empfehlung.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Ursiden treten mit ungefähr 33 Kilometern pro Sekunde ein und wirken mittelschnell. Die reguläre Rate ist niedrig bis moderat, einzelne helle Meteore sind dennoch möglich.
Weil der Radiant sehr hoch im Norden liegt, können Meteore in vielen Himmelsrichtungen erscheinen. Ein Blick mit großem freien Himmelsausschnitt ist besser als das Fixieren des Kleinen Bären.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
8P/Tuttle ist der gesicherte Mutterkomet. Mögliche Zusatzmaxima aus einzelnen Staubspuren sind schwieriger vorherzusagen als der reguläre Strom.
- Mutterkörper
- 8P/Tuttle
- Typ
- periodischer Komet
- Radiant
- Kleiner Bär
- Eintrittstempo
- etwa 33 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Ursiden
Wann ist das nächste Maximum der Ursiden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 22. Dezember 2026 gegen 23:15 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 17. Dezember bis 26. Dezember.
Woher kommen die Ursiden?
Der Mutterkomet 8P/Tuttle umrundet die Sonne in ungefähr 13,6 Jahren. Bei früheren Sonnendurchgängen setzte er die Teilchen frei, die heute entlang seiner Bahn verteilt sind.
Geht der Ursiden-Radiant in Deutschland unter?
Nein. Er liegt nahe dem nördlichen Himmelspol und bleibt für Deutschland zirkumpolar, also während der ganzen Nacht über dem Horizont.
Sind Ursiden an jedem Ort gleich gut sichtbar?
Nein. Mondlicht, Wolken, Lichtverschmutzung und die genaue Radiantenhöhe unterscheiden sich. Nördliche Breiten sind geometrisch begünstigt.