Nächstes Maximum in 106 Tagen
Geminiden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Geminiden sind meist der stärkste verlässliche Jahresstrom. Sie beginnen schon am Abend, liefern viele helle, eher gemächliche Meteore und stammen ungewöhnlicherweise nicht von einem klassischen eisreichen Kometen.
Jahresaktuell berechnet
Geminiden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Geminiden?
Der Mutterkörper ist (3200) Phaethon, 1983 in Daten des Infrarotsatelliten IRAS entdeckt. Er umrundet die Sonne in ungefähr 1,43 Jahren und wird als aktiver Asteroid oder Felskomet beschrieben. In Sonnennähe wird seine Oberfläche extrem erhitzt und zeigt schwache Aktivität.
Wie der sehr massereiche Geminidenstrom genau entstand, ist noch nicht vollständig geklärt. Die sichere Bahnassoziation mit Phaethon beantwortet die Herkunftsfrage des Mutterkörpers, aber nicht jeden Schritt der Partikelfreisetzung. Die Erde durchquert den dichten Strom jedes Jahr im Dezember.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant in den Zwillingen steigt bereits am frühen Abend und steht um Mitternacht hoch. Dadurch sind Geminiden familienfreundlicher als Ströme, die erst kurz vor dem Morgen ergiebig werden.
Die lange Dezembernacht bietet viel dunkle Beobachtungszeit. Der jährliche Termin folgt dem Bahnschnitt; Erdachse und nördliche Breite sorgen zusätzlich dafür, dass der Radiant in Deutschland sehr günstig steht.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Mit etwa 34 Kilometern pro Sekunde sind Geminiden langsamer als Perseiden oder Leoniden. Ihre Spuren lassen sich länger verfolgen; viele Meteore wirken hell und können unterschiedliche Farben zeigen.
Die Partikel sind vergleichsweise dicht und robust, was zum asteroidennahen Ursprung passt. Das breite, starke Maximum macht den Strom zuverlässig, doch Mondlicht, Stadtlicht und Bewölkung reduzieren auch hier die reale Zahl weit unter die Idealrate.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
Phaethon ist als Mutterkörper gesichert. Offen ist, welcher physikalische Prozess die große Menge des heutigen Geminidenmaterials freisetzte und ob ein früheres Zerfallsereignis beteiligt war.
- Mutterkörper
- (3200) Phaethon
- Typ
- aktiver Asteroid oder Felskomet
- Radiant
- Zwillinge
- Eintrittstempo
- etwa 34 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Geminiden
Wann ist das nächste Maximum der Geminiden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 14. Dezember 2026 gegen 14:45 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 4. Dezember bis 20. Dezember.
Woher kommen die Geminiden?
Der Mutterkörper ist (3200) Phaethon, 1983 in Daten des Infrarotsatelliten IRAS entdeckt. Er umrundet die Sonne in ungefähr 1,43 Jahren und wird als aktiver Asteroid oder Felskomet beschrieben. In Sonnennähe wird seine Oberfläche extrem erhitzt und zeigt schwache Aktivität.
Sind Geminiden Asteroidenstaub?
Sie sind mit dem asteroidähnlichen aktiven Körper Phaethon verbunden. Dessen genaue Entwicklung und der Ursprung der großen Staubmenge sind noch nicht vollständig geklärt.
Warum kann man Geminiden schon am Abend sehen?
Der Radiant in den Zwillingen steigt früh auf und erreicht während der langen Dezembernacht schnell eine brauchbare Höhe.