Nächstes Maximum in 249 Tagen
Eta-Aquariiden 2027: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Eta-Aquariiden sind der schnelle Mai-Strom des Halleyschen Kometen. Auf der Südhalbkugel zählen sie zu den stärksten Jahresströmen; in Deutschland begrenzt der sehr niedrig stehende Radiant die sichtbare Zahl.
Jahresaktuell berechnet
Eta-Aquariiden 2027 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Eta-Aquariiden?
Die Partikel stammen von 1P/Halley, der die Sonne ungefähr alle 76 Jahre umrundet. Beim Annähern an die Sonne setzt der Komet Staub frei. Dieser bleibt als langgezogene, durch Gravitation und Strahlungsdruck verformte Spur in der Nähe seiner Bahn zurück.
Die Erdbahn schneidet den Halley-Partikelstrom zweimal: im Mai entstehen die Eta-Aquariiden, im Oktober die Orioniden. Es handelt sich also um zwei Perspektiven auf Material desselben Mutterkometen, aber um unterschiedliche Schnittbereiche und Radianten.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
In Mitteleuropa steigt der Radiant im Wassermann erst kurz vor Beginn der Morgendämmerung über den südöstlichen Horizont. Die nutzbare dunkle Zeit ist dadurch kurz. Weiter südlich steht derselbe Radiant wesentlich höher, weshalb dort deutlich mehr Meteore sichtbar werden.
Erdrotation und Erdachse ändern nicht den jährlichen Schnitttermin, wohl aber die lokale Sicht: Die Rotation bringt den Radianten vor dem Morgen über den Horizont, und die geografische Breite bestimmt seine maximale Höhe.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Eta-Aquariiden treffen mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde sehr schnell auf die Atmosphäre. Schnelle Teilchen erzeugen häufig kurze, helle Bahnen und können nachleuchtende Spuren hinterlassen.
Von Deutschland aus bleibt die reale Rate weit unter der Idealrate. Ein freier Südosthorizont, wenig Dunst und das kurze Fenster vor der Dämmerung sind wichtiger als der Blick direkt zum Radianten; längere Spuren erscheinen oft in größerem Abstand davon.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
Die Herkunft von 1P/Halley ist gesichert. Die Stärke einzelner Jahre hängt von der räumlichen Dichte und dem Alter der durchquerten Staubfilamente ab.
- Mutterkörper
- 1P/Halley
- Typ
- periodischer Komet
- Radiant
- Wassermann
- Eintrittstempo
- etwa 66 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Eta-Aquariiden
Wann ist das nächste Maximum der Eta-Aquariiden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 6. Mai 2027 gegen 17:15 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 19. April bis 28. Mai.
Woher kommen die Eta-Aquariiden?
Die Partikel stammen von 1P/Halley, der die Sonne ungefähr alle 76 Jahre umrundet. Beim Annähern an die Sonne setzt der Komet Staub frei. Dieser bleibt als langgezogene, durch Gravitation und Strahlungsdruck verformte Spur in der Nähe seiner Bahn zurück.
Sind Eta-Aquariiden und Orioniden derselbe Strom?
Beide stammen von 1P/Halley. Die Erde kreuzt jedoch unterschiedliche Bereiche des Partikelstroms im Mai und Oktober, wodurch zwei Radianten und zwei Stromnamen entstehen.
Warum sind Eta-Aquariiden in Deutschland schwächer?
Der Radiant steht hier nur kurz und niedrig über dem südöstlichen Horizont. Auf südlicheren Breitengraden steigt er höher und bleibt länger in dunklem Himmel.