Nächstes Maximum in 52 Tagen

Orioniden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit

Die Orioniden sind der schnelle Herbstzweig des Halleyschen Kometen. Sie besitzen oft ein breites Maximum und erscheinen erst dann ergiebig, wenn Orion in der zweiten Nachthälfte hoch genug steht.

Jahresaktuell berechnet

Orioniden 2026 beobachten

Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.

Aktiv2. Oktober–7. November2026
Maximum21. Oktoberetwa 20:30 Uhr
Beste dunkle Zeit03:45–06:45 Uhrfür Deutschland
BlickrichtungSüdost, hoch am HimmelRadiant Süd · 55° hoch
Mond81 % beleuchtethelles Mondlicht
Idealratebis 20 pro Stunde*Bedingte Chancen

DWD-Wetter folgt

Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh

Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.

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* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.

Entstehung des Stroms

Woher kommen die Orioniden?

Wie die Eta-Aquariiden stammen die Orioniden von 1P/Halley. Der Komet umrundet die Sonne in ungefähr 76 Jahren und verteilt bei seinen Sonnendurchgängen Staub entlang seiner Bahn.

Im Oktober schneidet die Erde einen anderen Bereich dieses Partikelstroms als im Mai. Dadurch scheint der Fluchtpunkt diesmal im Orion zu liegen. Der Mutterkomet selbst muss weder nahe der Erde noch nahe der Sonne stehen.

Jahreszeit und Uhrzeit

Warum sind sie gerade dann sichtbar?

Orion steigt im Herbst erst spät am Abend auf. Mit fortschreitender Erdrotation gewinnt der Radiant bis zum Morgen stark an Höhe. Zugleich dreht sich der Standort nach Mitternacht auf die vorwärts gerichtete Erdseite, was die beobachtbare Rate verbessert.

Der Aktivitätsgipfel ist oft breiter als bei Quadrantiden oder Draconiden. Mehrere Nächte rund um das nominelle Maximum können daher sinnvoll sein; Mondlicht und Wetter können die beste Nacht verschieben.

Tempo und Leuchtspuren

Wie verhalten sich die Meteore?

Orioniden treffen mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde sehr schnell ein. Sie können helle, farbige Meteore und kurz nachleuchtende Spuren erzeugen.

Schaue nicht direkt nach Orion. In 40 bis 60 Grad Abstand wirken die perspektivisch parallelen Meteorbahnen länger. Eine rückwärts verlängerte Spur sollte zum Radianten nahe Orion führen.

Was wir wissen – und was nicht

Stand der Zuordnung

1P/Halley ist der gesicherte Mutterkomet. Die jährliche Rate variiert, weil die Erde unterschiedlich dichte, über lange Zeit dynamisch veränderte Teilchenbereiche durchquert.

Mutterkörper
1P/Halley
Typ
periodischer Komet
Radiant
Orion
Eintrittstempo
etwa 66 km/s

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu den Orioniden

Wann ist das nächste Maximum der Orioniden?

Das nächste berechnete Maximum liegt am 21. Oktober 2026 gegen 20:30 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 2. Oktober bis 7. November.

Woher kommen die Orioniden?

Wie die Eta-Aquariiden stammen die Orioniden von 1P/Halley. Der Komet umrundet die Sonne in ungefähr 76 Jahren und verteilt bei seinen Sonnendurchgängen Staub entlang seiner Bahn.

Warum erzeugt Halley zwei Meteorströme?

Die Erdbahn schneidet die ausgedehnte Halley-Teilchenbahn in zwei verschiedenen Jahreszeiten. Im Mai sehen wir Eta-Aquariiden, im Oktober Orioniden.

Wann steht der Orioniden-Radiant hoch?

In Deutschland vor allem in der zweiten Nachthälfte. Vor Mitternacht steht Orion noch niedrig oder ist gerade erst aufgegangen.