Nächstes Maximum in 74 Tagen
Nördliche Tauriden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Nördlichen Tauriden bilden den zweiten großen visuellen Zweig des Tauriden-Komplexes. Auch sie sind langsam, über Wochen aktiv und eher für einzelne Feuerkugeln als für eine hohe stündliche Zahl bekannt.
Jahresaktuell berechnet
Nördliche Tauriden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Nördliche Tauriden?
JPL listet für den nördlichen Zweig den Asteroiden (828534) 2004 TG10 als zugehörigen Körper. Seine Bahn ähnelt der von 2P/Encke; beide werden im größeren Tauriden-Komplex betrachtet. Die Bezeichnung „Asteroid“ schließt eine Herkunft aus einem früheren Kometenverband nicht aus.
Der Strom ist damit kein isolierter Staubschlauch eines einzigen aktuellen Kometendurchgangs. Die Erde trifft im Herbst auf einen von mehreren verwandten Teilchenzweigen, die sich durch planetare Störungen und unterschiedliche Ausstoßzeiten getrennt haben.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der nördliche Radiant im Stier steht etwas günstiger als der südliche Zweig und gewinnt am Abend an Höhe. Das breite Maximum erlaubt die Wahl mehrerer klarer, mondarmer Nächte.
Die beiden Tauridenzweige überlappen zeitlich. Erst die rückwärts verlängerte Meteorbahn zeigt, ob eine Spur besser zum nördlichen oder südlichen Radianten passt; das bloße Datum reicht zur Zuordnung nicht.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Nördliche Tauriden treten mit ungefähr 29 Kilometern pro Sekunde ein und wirken langsam. Die niedrige Geschwindigkeit und größere Teilchen begünstigen markante, teilweise farbige Feuerkugeln.
Lange ruhige Abschnitte sind normal. Die Idealrate ist gering und darf nicht mit der Wahrscheinlichkeit verwechselt werden, dass eine einzelne eindrucksvolle Feuerkugel erscheint.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
Die JPL-Liste ordnet 2004 TG10 dem nördlichen Zweig zu. Der gesamte Tauriden-Komplex besitzt mehrere dynamisch verwandte Körper; einfache Aussagen wie „nur Encke“ wären daher zu grob.
- Mutterkörper
- (828534) 2004 TG10 im Tauriden-Komplex
- Typ
- Asteroid im Kometenkomplex
- Radiant
- Stier
- Eintrittstempo
- etwa 29 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Nördliche Tauriden
Wann ist das nächste Maximum der Nördliche Tauriden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 12. November 2026 gegen 19:15 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 20. Oktober bis 10. Dezember.
Woher kommen die Nördliche Tauriden?
JPL listet für den nördlichen Zweig den Asteroiden (828534) 2004 TG10 als zugehörigen Körper. Seine Bahn ähnelt der von 2P/Encke; beide werden im größeren Tauriden-Komplex betrachtet. Die Bezeichnung „Asteroid“ schließt eine Herkunft aus einem früheren Kometenverband nicht aus.
Sind Nördliche und Südliche Tauriden derselbe Strom?
Sie sind verwandte Zweige desselben größeren Tauriden-Komplexes, besitzen aber getrennte Radianten und etwas unterschiedliche Bahnparameter.
Ist 2004 TG10 ein Komet?
Das Objekt wird als Asteroid geführt. Seine dynamische Nähe zum Encke- und Tauriden-Komplex kann dennoch auf eine gemeinsame kometare Vorgeschichte hinweisen.