Nächstes Maximum in 67 Tagen
Südliche Tauriden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Südlichen Tauriden sind ein breiter, langsamer Herbststrom mit niedriger Rate, aber auffällig vielen hellen Feuerkugeln. Sie gehören zum komplexen System rund um den kurzperiodischen Kometen 2P/Encke.
Jahresaktuell berechnet
Südliche Tauriden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Südliche Tauriden?
JPL verbindet die Südlichen Tauriden mit 2P/Encke, der die Sonne in nur etwa 3,3 Jahren umrundet. Der Tauriden-Komplex umfasst jedoch mehrere Teilströme und Kleinkörper; wahrscheinlich ist er das Ergebnis einer langen dynamischen Entwicklung und Fragmentierung.
Die Erde durchquert einen sehr ausgedehnten Teilchenbereich statt eines einzigen schmalen Staubfadens. Das erklärt den langen Aktivitätszeitraum und das breite Maximum. Nicht Encke selbst kreuzt jedes Jahr die Erde, sondern die Erde kreuzt Material entlang der verwandten Bahnen.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant im Stier steigt am Abend auf und erreicht im Laufe der Nacht eine gute Höhe. Wegen des breiten Maximums ist die Wahl einer mondarmen, klaren Nacht oft sinnvoller als das Festhalten an einem einzigen Datum.
Der jährliche Herbsttermin folgt dem Bahnschnitt. Die Erdrotation hebt den Radianten bis etwa um Mitternacht und danach höher; zugleich erlauben die längeren Herbstnächte ausgedehnte Beobachtungen.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Mit rund 27 Kilometern pro Sekunde bewegen sich Südliche Tauriden langsam. Ihre Spuren lassen sich leichter verfolgen als die sehr schnellen Leoniden oder Orioniden.
Der Strom enthält größere Partikel, weshalb trotz niedriger Gesamtzahl besonders helle Feuerkugeln möglich sind. Solche „Tauriden-Feuerkugeln“ können farbig wirken und deutlich heller als gewöhnliche Sternschnuppen werden.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
Die Verbindung zu 2P/Encke und dem Tauriden-Komplex ist gut belegt. Die Entstehung und Zuordnung einzelner Unterströme innerhalb dieses Komplexes ist differenzierter als bei einem einfachen Mutterkomet-Strom-Paar.
- Mutterkörper
- 2P/Encke und der Tauriden-Komplex
- Typ
- Kometen- und Trümmerkomplex
- Radiant
- Stier
- Eintrittstempo
- etwa 27 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Südliche Tauriden
Wann ist das nächste Maximum der Südliche Tauriden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 5. November 2026 gegen 20:00 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 20. September bis 20. November.
Woher kommen die Südliche Tauriden?
JPL verbindet die Südlichen Tauriden mit 2P/Encke, der die Sonne in nur etwa 3,3 Jahren umrundet. Der Tauriden-Komplex umfasst jedoch mehrere Teilströme und Kleinkörper; wahrscheinlich ist er das Ergebnis einer langen dynamischen Entwicklung und Fragmentierung.
Warum dauern die Südlichen Tauriden so lange?
Die Erde durchquert einen breiten, dynamisch komplexen Partikelbereich. Dadurch verteilt sich die Aktivität über viele Wochen.
Warum gibt es bei niedriger Rate helle Feuerkugeln?
Im Strom befinden sich vergleichsweise große Teilchen. Sie sind selten, setzen beim Eintritt aber viel Energie frei und leuchten entsprechend hell.