Nächstes Maximum in 79 Tagen
Leoniden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Leoniden gehören zu den schnellsten Meteorströmen und sind durch historische Meteorstürme berühmt. In gewöhnlichen Jahren bleibt ihre Rate moderat; nahe dichten Staubspuren von Tempel-Tuttle kann sie dramatisch steigen.
Jahresaktuell berechnet
Leoniden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Leoniden?
Der Mutterkomet 55P/Tempel-Tuttle umrundet die Sonne in rund 33 Jahren. Bei seinen Sonnendurchgängen setzt er neue Teilchen frei. Junge Partikel bleiben zunächst in relativ dichten Bahnschläuchen, ältere verteilen sich zunehmend.
Die Erde schneidet den Strom jedes Jahr im November. Besonders starke Stürme sind möglich, wenn sie zusätzlich einen jungen dichten Staubschlauch aus einem bestimmten Kometenumlauf trifft. Die spektakulären Ereignisse sind daher zyklisch begünstigt, aber nicht bei jeder Rückkehr automatisch gleich stark.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant im Löwen geht erst spät auf und steigt bis zum Morgen. Von Deutschland aus ist die zweite Nachthälfte deshalb deutlich günstiger als der Abend.
Das Datum folgt dem jährlichen Bahnschnitt; der annähernde 33-Jahre-Rhythmus starker Aktivität folgt dagegen dem Mutterkometen und seinen jüngeren Staubspuren. Das sind zwei verschiedene Zeitskalen.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Mit ungefähr 71 Kilometern pro Sekunde zählen Leoniden zu den schnellsten sichtbaren Meteoren. Sie ziehen rasch über den Himmel und können helle, mehrere Sekunden nachleuchtende Ionisationsspuren erzeugen.
Während eines normalen Jahres sieht man keine „Wand aus Sternschnuppen“. Historische Stürme entstanden durch außergewöhnlich dichte Filamente. Seriöse Jahresprognosen müssen deshalb reguläre Rate und mögliche Zusatzspuren getrennt ausweisen.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
55P/Tempel-Tuttle ist der gesicherte Mutterkomet. Staubspurmodelle können Begegnungen vorhersagen, doch Partikeldichte und exakte Raten bleiben mit Unsicherheit behaftet.
- Mutterkörper
- 55P/Tempel-Tuttle
- Typ
- periodischer Komet
- Radiant
- Löwe
- Eintrittstempo
- etwa 71 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Leoniden
Wann ist das nächste Maximum der Leoniden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 18. November 2026 gegen 00:45 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 6. November bis 30. November.
Woher kommen die Leoniden?
Der Mutterkomet 55P/Tempel-Tuttle umrundet die Sonne in rund 33 Jahren. Bei seinen Sonnendurchgängen setzt er neue Teilchen frei. Junge Partikel bleiben zunächst in relativ dichten Bahnschläuchen, ältere verteilen sich zunehmend.
Gibt es alle 33 Jahre sicher einen Leonidensturm?
Nein. Die Kometenperiode erhöht die Chance auf Begegnungen mit jüngeren Staubspuren. Ob die Erde deren dichten Kern trifft, hängt von der genauen Bahngeometrie ab.
Warum sind Leoniden so schnell?
Teilchenbahn und Erdbahn treffen mit einer sehr großen relativen Geschwindigkeit aufeinander. Dadurch erreichen Leoniden rund 71 Kilometer pro Sekunde.