Rückblick · 28. August 2026

Partielle Mondfinsternis am 28. August 2026

Am frühen Freitagmorgen wandert der Mond tief in den Kernschatten der Erde. In Deutschland ist die partielle Phase ab 04:34 Uhr MESZ sichtbar; das Maximum um 06:13 Uhr fällt fast mit Monduntergang und Sonnenaufgang zusammen.

Halbschatten beginnt03:24 Uhr MESZzunächst nur eine feine Abdunklung
Partielle Phase beginnt04:34 Uhr MESZder Kernschatten wird deutlich
Maximum06:13 Uhr MESZ93 % des Monddurchmessers im Kernschatten
DeutschlandSehr tief im WSWfreie Horizontsicht ist entscheidend

Kurzantwort

Ist die Mondfinsternis in Deutschland zu sehen?

Ja – aber unter schwierigen Bedingungen. Der gut sichtbare Eintritt in den Kernschatten beginnt um 04:34 Uhr. Danach sinkt der Mond immer tiefer in Richtung Westsüdwest. Beim Maximum um 06:13 Uhr steht er je nach Ort nur etwa 0 bis 4 Grad über dem Horizont; zugleich hellt die Morgendämmerung den Himmel bereits stark auf.

Die nächste lokale Finsternis findest du auf der laufend aktualisierten Mondfinsternis-Seite. Die beste praktische Chance liegt deshalb nicht erst beim rechnerischen Maximum, sondern während der partiellen Phase zwischen etwa 04:34 und 05:45 Uhr. Im Westen Deutschlands bleibt der Mond etwas länger und höher sichtbar als im Osten.

Ablauf in deutscher Ortszeit

Die vier entscheidenden Momente

1

03:24 Uhr

Der Mond berührt den Halbschatten. Der Effekt beginnt so fein, dass er zunächst kaum auffällt.

2

04:34 Uhr

Die partielle Phase beginnt. Am Mondrand erscheint der dunkle Kernschatten der Erde.

3

05:00–05:45 Uhr

Für Deutschland ist dies meist das beste Verhältnis aus tiefer Finsternis, Mondhöhe und noch nicht zu heller Dämmerung.

4

06:13 Uhr

Beim Maximum sind 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten. Der Mond steht bereits direkt über dem Horizont.

Die offiziellen globalen Kontaktzeiten lauten in UTC: 01:23:55, 02:33:48, 04:12:49, 05:51:55 und 07:01:41. Für Deutschland wurden sie mit der am 28. August geltenden Sommerzeit in MESZ umgerechnet.

Städtevergleich

So tief steht der Mond beim Maximum

Die folgenden Ortswerte sind astronomische Näherungen für 06:13 Uhr MESZ. Kleine Abweichungen durch Gelände, Gebäude und atmosphärische Refraktion am Horizont sind möglich.

OrtMondhöhe um 06:13 UhrRichtungMonduntergang
Berlin0,2°WSW06:17 Uhr
Hamburg1,6°WSW06:29 Uhr
Köln4,1°WSW06:47 Uhr
Frankfurt am Main3,4°WSW06:41 Uhr
Leipzig1,0°WSW06:24 Uhr
Nürnberg2,3°WSW06:32 Uhr
München2,3°WSW06:32 Uhr

Ohne Spezialausrüstung

So gelingt die Beobachtung

1

Freien WSW-Horizont suchen

Ein Feldrand, Hügel oder oberes Stockwerk mit unverstellter Sicht ist besser als ein von Häusern oder Bäumen begrenzter Standort.

2

Vor 04:34 Uhr bereit sein

Beginne früh. Dann steht der Mond noch höher und der Kontrast zum dunklen Himmel ist besser.

3

Fernglas optional

Die Finsternis ist mit bloßem Auge sichtbar. Ein Fernglas macht die Grenze des Erdschattens deutlicher.

4

Wolkenlücken nutzen

Der Mond ist hell genug für kurze freie Fenster. Kontrolliere am Vorabend noch einmal die örtliche Wetterlage.

Sicher beobachten

Für eine Mondfinsternis ist kein Augenfilter nötig

Anders als bei einer Sonnenfinsternis kannst du die Mondfinsternis gefahrlos direkt ansehen – mit bloßem Auge, Fernglas, Kamera oder Teleskop. Eine Sonnenbeobachtungsbrille würde den Mond so stark abdunkeln, dass sie hier nicht sinnvoll ist.

Häufige Fragen zur Mondfinsternis 2026

Wann ist die Mondfinsternis am 28. August 2026?

Die Halbschattenphase beginnt um 03:24 Uhr MESZ. Ab 04:34 Uhr tritt der Mond sichtbar in den Kernschatten ein. Das Maximum ist um 06:13 Uhr MESZ.

Ist die Mondfinsternis 2026 in Deutschland sichtbar?

Ja, vor allem der Beginn der partiellen Phase ist sichtbar. Zum Maximum steht der Mond in Deutschland jedoch nur noch wenige Grad über dem west-südwestlichen Horizont und geht regional kurz danach unter.

In welche Richtung muss ich schauen?

Suche den fast vollen Mond am sehr tiefen west-südwestlichen Horizont. Ein erhöhter Standort mit freier Sicht ohne Häuser, Bäume oder Hügel ist besonders wichtig.

Brauche ich für die Mondfinsternis eine Schutzbrille?

Nein. Eine Mondfinsternis kann gefahrlos mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. Eine Sonnenfinsternisbrille ist dafür weder nötig noch hilfreich.

Wird die Mondfinsternis total?

Nein. Es ist eine tiefe partielle Mondfinsternis. Zum Maximum liegen rund 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten der Erde; ein schmaler Teil bleibt außerhalb.