Jetzt aktiv · Maximum steht bevor

Aurigiden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit

Die Aurigiden sind ein kleiner, sehr schneller Strom am Übergang vom Sommer zum Herbst. Meist bleibt die Rate niedrig, doch schmale Partikelfilamente können in einzelnen Jahren eine überraschend kompakte Aktivität erzeugen.

Jahresaktuell berechnet

Aurigiden 2026 beobachten

Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.

Aktiv28. August–5. September2026
Maximum1. Septemberetwa 11:30 Uhr
Beste dunkle Zeit04:15–06:15 Uhrfür Deutschland
BlickrichtungNordost, hoch am HimmelRadiant Ost · 51° hoch
Mond83 % beleuchtethelles Mondlicht
Idealratebis 6 pro Stunde*Eher schwierig

DWD-Wetterfenster

Stark bewölkt am nächstgelegenen Datenpunkt

Leipzig liegt etwa 144 km vom gewählten Ort entfernt. Bestes Prognosefenster: 04:00 Uhr bei etwa 55 % Bewölkung.

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* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.

Entstehung des Stroms

Woher kommen die Aurigiden?

JPL führt den langperiodischen Kometen C/1911 N1 (Kiess) als Mutterkörper. Seine aus der heutigen Bahn abgeleitete Umlaufzeit liegt bei ungefähr 2.500 Jahren. Der 1911 beobachtete Komet muss also nicht regelmäßig zurückkehren, damit sein alter Staub die Erde erreicht.

Die Teilchen wurden bei früheren Annäherungen an die Sonne freigesetzt und entwickelten sich unter dem Einfluss der Planeten und der Sonnenstrahlung weiter. Die Erde schneidet Ende August beziehungsweise Anfang September einen kleinen Bereich dieses Stroms.

Jahreszeit und Uhrzeit

Warum sind sie gerade dann sichtbar?

Der Radiant im Fuhrmann steigt in Deutschland im Laufe der Nacht hoch. Das begünstigt die Stunden nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung. Weil der stärkste Bereich schmal sein kann, spielt der berechnete Maximumszeitpunkt eine größere Rolle als bei sehr breiten Strömen.

Der Jahrestermin folgt dem Bahnschnitt der Erde. Erdrotation und nördliche geografische Breite sorgen anschließend dafür, dass der Radiant im Laufe der Nacht eine günstige Höhe erreicht.

Tempo und Leuchtspuren

Wie verhalten sich die Meteore?

Mit ungefähr 66 Kilometern pro Sekunde gehören Aurigiden zu den schnellsten Meteoren. Entsprechend rasch ziehen ihre Spuren über den Himmel; einzelne helle Meteore und kurz anhaltende Nachleuchtspuren sind möglich.

Eine niedrige Jahresrate bedeutet nicht, dass jede Nacht gleich ruhig bleibt. Wenn die Erde ein dichteres altes Staubfilament trifft, kann die Aktivität zeitweise steigen. Solche Begegnungen sind aber keine verlässliche jährliche Zusage.

Was wir wissen – und was nicht

Stand der Zuordnung

C/1911 N1 (Kiess) ist der von JPL gelistete Mutterkomet. Zeitpunkt und Stärke möglicher schmaler Filamente besitzen größere Unsicherheiten als der reguläre Aktivitätszeitraum.

Mutterkörper
C/1911 N1 (Kiess)
Typ
langperiodischer Komet
Radiant
Fuhrmann
Eintrittstempo
etwa 66 km/s

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu den Aurigiden

Wann ist das nächste Maximum der Aurigiden?

Das nächste berechnete Maximum liegt am 1. September 2026 gegen 11:30 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 28. August bis 5. September.

Woher kommen die Aurigiden?

JPL führt den langperiodischen Kometen C/1911 N1 (Kiess) als Mutterkörper. Seine aus der heutigen Bahn abgeleitete Umlaufzeit liegt bei ungefähr 2.500 Jahren. Der 1911 beobachtete Komet muss also nicht regelmäßig zurückkehren, damit sein alter Staub die Erde erreicht.

Wie kann ein Komet mit 2.500 Jahren Umlaufzeit einen jährlichen Strom erzeugen?

Sein alter Staub ist entlang der Kometenbahn verteilt. Die Erde kreuzt diesen Partikelbereich jährlich, unabhängig davon, wo sich der Komet gerade befindet.

Sind Aurigiden besonders schnell?

Ja. Mit rund 66 Kilometern pro Sekunde liegen sie am schnellen Ende der bekannten visuellen Meteorströme.