Nächstes Maximum in 335 Tagen
Alpha-Capricorniden 2027: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Alpha-Capricorniden liefern nur wenige Meteore, sind aber für langsame, auffallend helle Feuerkugeln bekannt. Dadurch lohnt sich der Strom trotz niedriger Idealrate besonders für geduldige Sommerbeobachter.
Jahresaktuell berechnet
Alpha-Capricorniden 2027 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Alpha-Capricorniden?
Als Mutterkomet gilt 169P/NEAT, ein kurzperiodischer Komet mit einer Umlaufzeit von rund 4,2 Jahren. Die Zuordnung beruht auf der Ähnlichkeit der Bahnen und der dynamischen Entwicklung des Partikelstroms.
Die Erde kreuzt im Juli und August den breiten Staubbereich entlang dieser Bahn. Der Komet muss zu dieser Zeit nicht in Erdnähe stehen: Sichtbar werden Teilchen aus früheren Sonnendurchgängen, die sich über lange Zeit verteilt haben.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant im Steinbock steht von Deutschland aus relativ niedrig, ist aber schon am späten Abend erreichbar. Das breite Aktivitätsfenster überschneidet sich mit Südlichen Delta-Aquariiden und frühen Perseiden.
Die Erdrotation hebt den Radianten bis nach Mitternacht etwas höher. Anders als bei einem scharfen Strom ist eine minutengenaue Maximumszeit weniger entscheidend; dunkler Himmel und mehrere Stunden Geduld bringen mehr.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Mit ungefähr 23 Kilometern pro Sekunde sind Alpha-Capricorniden langsam. Ihre Bahnen wirken deshalb gemächlicher als die der Perseiden. Größere Partikel können lange, farbige Feuerkugeln erzeugen.
Die geringe Zahl und die hellen Einzelereignisse passen zu einem Strom, in dem vergleichsweise große Partikel eine wichtige Rolle spielen. Ein einzelner Meteor kann eindrucksvoll sein, obwohl über eine Stunde nur wenige Strommitglieder auftauchen.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
169P/NEAT ist der anerkannte Mutterkörper. Wie sich einzelne Partikelgrößen und Filamente im Strom verteilen, bleibt Gegenstand von Modellrechnungen und Beobachtungen.
- Mutterkörper
- 169P/NEAT
- Typ
- kurzperiodischer Komet
- Radiant
- Steinbock
- Eintrittstempo
- etwa 23 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Alpha-Capricorniden
Wann ist das nächste Maximum der Alpha-Capricorniden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 31. Juli 2027 gegen 21:30 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 3. Juli bis 15. August.
Woher kommen die Alpha-Capricorniden?
Als Mutterkomet gilt 169P/NEAT, ein kurzperiodischer Komet mit einer Umlaufzeit von rund 4,2 Jahren. Die Zuordnung beruht auf der Ähnlichkeit der Bahnen und der dynamischen Entwicklung des Partikelstroms.
Warum sieht man bei den Alpha-Capricorniden so oft Feuerkugeln?
Der Strom enthält offenbar einen relevanten Anteil größerer Partikel. Diese setzen beim Eintritt mehr Energie frei und können besonders hell leuchten.
Wie unterscheidet man sie von Perseiden?
Verlängere die Leuchtspur gedanklich rückwärts. Führt sie zum Steinbock statt zum Perseus und wirkt sie eher langsam, spricht das für eine Alpha-Capricornide.