Nächstes Maximum in 40 Tagen
Draconiden 2026: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Draconiden sind die große Ausnahme unter den bekannten Nachtströmen: Sie lassen sich oft schon am frühen Abend beobachten, bewegen sich langsam und können nach ruhigen Jahren plötzlich kräftige Ausbrüche zeigen.
Jahresaktuell berechnet
Draconiden 2026 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
Für eine belastbare Ortsprognose ist es noch zu früh
Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Draconiden?
Der Mutterkomet 21P/Giacobini-Zinner umrundet die Sonne in etwa 6,5 Jahren. Bei jeder Annäherung setzt er neue Partikel frei. Diese bleiben zunächst in dichteren Filamenten nahe der Kometenbahn und verteilen sich mit der Zeit.
Wenn die Erde Anfang Oktober ein solches junges Staubfilament günstig trifft, kann die Rate stark steigen. Deshalb hängen Draconiden-Ausbrüche eng mit der dreidimensionalen Lage einzelner Kometenspuren zusammen und nicht bloß mit dem Kalenderdatum.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der Radiant liegt hoch im nördlichen Sternbild Drache und steht in Deutschland bereits am Abend günstig. Hier muss man nicht auf die übliche Verbesserung vor der Morgendämmerung warten; das vorhergesagte Maximum und die frühen Nachtstunden sind oft entscheidend.
Die nördliche Lage ist eine Folge der Strombahn und unserer Perspektive. Erdrotation verändert die genaue Höhe, doch der Radiant bleibt in großen Teilen Deutschlands zirkumpolar und geht nicht unter.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Draconiden treffen mit nur etwa 21 Kilometern pro Sekunde ein und wirken sichtbar langsam. Viele Partikel sind fragil und erzeugen eher gemächliche, nicht immer sehr helle Spuren.
Die reguläre Rate ist niedrig. Historische Ausbrüche zeigen jedoch, dass ein dichter, relativ junger Staubschlauch kurzfristig ein völlig anderes Bild liefern kann. Eine Ausbruchschance ist deshalb etwas anderes als eine garantierte hohe ZHR.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
21P/Giacobini-Zinner ist der gesicherte Mutterkomet. Unsicherer ist, ob ein konkretes schmales Staubfilament die Erde in einem bestimmten Jahr exakt trifft.
- Mutterkörper
- 21P/Giacobini-Zinner
- Typ
- kurzperiodischer Komet
- Radiant
- Drache
- Eintrittstempo
- etwa 21 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Draconiden
Wann ist das nächste Maximum der Draconiden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 9. Oktober 2026 gegen 03:15 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 6. Oktober bis 10. Oktober.
Woher kommen die Draconiden?
Der Mutterkomet 21P/Giacobini-Zinner umrundet die Sonne in etwa 6,5 Jahren. Bei jeder Annäherung setzt er neue Partikel frei. Diese bleiben zunächst in dichteren Filamenten nahe der Kometenbahn und verteilen sich mit der Zeit.
Warum beobachtet man Draconiden schon am Abend?
Ihr Radiant im Drachen steht von Deutschland aus bereits früh hoch und bleibt über dem Horizont. Daher ist die zweite Nachthälfte nicht automatisch besser.
Warum schwankt die Draconidenrate so stark?
Die Erde kann dichte, junge Staubfilamente von 21P/Giacobini-Zinner treffen oder daran vorbeiziehen. Kleine Bahnverschiebungen bewirken große Ratenunterschiede.