Nächstes Maximum in 127 Tagen
Quadrantiden 2027: Maximum, Ursprung und Sichtbarkeit
Die Quadrantiden eröffnen das Meteorjahr mit einem ungewöhnlich scharfen Maximum. Ihr Name erinnert an das historische Sternbild Quadrans Muralis; der heutige Radiant liegt zwischen Bärenhüter und Drache.
Jahresaktuell berechnet
Quadrantiden 2027 beobachten
Zeiten, Mond und Blickrichtung beziehen sich auf Deutschland (Mitte). Die Idealrate ist kein Versprechen für einen einzelnen Beobachtungsort.
DWD-Wetter folgt
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Die astronomischen Termine stehen bereits fest. Das DWD-Wetterfenster wird automatisch ergänzt, sobald die Beobachtungsnacht in Reichweite der Prognosedaten kommt.
* ZHR richtig lesen: Die Idealrate gilt bei vollkommen dunklem Himmel, freier Rundumsicht und einem Radianten im Zenit. Eine einzelne Person sieht unter realen Bedingungen gewöhnlich deutlich weniger.
Entstehung des Stroms
Woher kommen die Quadrantiden?
Als wahrscheinlichster Mutterkörper gilt das erdnahe Objekt (196256) 2003 EH1. Es umrundet die Sonne in rund 5,5 Jahren und wird als Asteroid oder als inaktiver Rest eines Kometen eingeordnet. Die Bahnähnlichkeit verbindet das Objekt mit dem Quadrantidenstrom.
Ein Zusammenhang mit dem historischen Kometen C/1490 Y1 wurde vorgeschlagen, ist aber keine gesicherte Identifizierung. Sicher ist der grundlegende Mechanismus: Die Erde durchquert Anfang Januar eine schmale, ungleichmäßig verteilte Spur aus alten Partikeln – nicht den Mutterkörper selbst.
Jahreszeit und Uhrzeit
Warum sind sie gerade dann sichtbar?
Der jährliche Termin entsteht, weil die Erde Anfang Januar wieder dieselbe Sonnenlänge und damit denselben Schnittpunkt der Bahnen erreicht. Das Maximum dauert häufig nur wenige Stunden, weil der dichte Kern des Stroms schmal ist und die Erde ihn relativ steil kreuzt.
Von Deutschland aus steigt der Radiant erst im Laufe der Nacht deutlich höher. Erdrotation und Radiantenhöhe begünstigen deshalb die zweite Nachthälfte; der genaue Zeitpunkt des schmalen Maximums kann dennoch wichtiger sein als die übliche Regel „vor der Morgendämmerung“.
Tempo und Leuchtspuren
Wie verhalten sich die Meteore?
Quadrantiden treffen mit etwa 41 Kilometern pro Sekunde auf die Atmosphäre. Sie wirken damit mittelschnell und können helle Feuerkugeln hervorbringen. Solche besonders hellen Meteore entstehen durch größere Partikel und können länger sichtbar bleiben als gewöhnliche Spuren.
Die hohe Idealrate wird nur erreicht, wenn der schmale Aktivitätskern zur dunklen Nacht passt, der Radiant hoch steht und weder Mond noch Wolken stören. Schon wenige Stunden Abstand vom Maximum können die sichtbare Rate stark verändern.
Was wir wissen – und was nicht
Stand der Zuordnung
Die Zuordnung zu 2003 EH1 ist gut begründet; ob das Objekt selbst ein erloschener Komet ist und welche Rolle C/1490 Y1 spielte, bleibt wissenschaftlich offen.
- Mutterkörper
- (196256) 2003 EH1
- Typ
- Asteroid oder erloschener Komet
- Radiant
- Bärenhüter (historisch Quadrans Muralis)
- Eintrittstempo
- etwa 41 km/s
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu den Quadrantiden
Wann ist das nächste Maximum der Quadrantiden?
Das nächste berechnete Maximum liegt am 4. Januar 2027 gegen 04:30 Uhr deutscher Ortszeit. Der reguläre Aktivitätszeitraum reicht vom 28. Dezember bis 12. Januar.
Woher kommen die Quadrantiden?
Als wahrscheinlichster Mutterkörper gilt das erdnahe Objekt (196256) 2003 EH1. Es umrundet die Sonne in rund 5,5 Jahren und wird als Asteroid oder als inaktiver Rest eines Kometen eingeordnet. Die Bahnähnlichkeit verbindet das Objekt mit dem Quadrantidenstrom.
Warum heißen die Quadrantiden nicht Bootiden?
Der Name stammt vom früheren Sternbild Quadrans Muralis. Es gehört nicht zu den 88 modernen Sternbildern, blieb aber Namensgeber des bereits bekannten Stroms.
Warum ist das Quadrantiden-Maximum so kurz?
Die Erde kreuzt einen vergleichsweise schmalen dichten Teilchenstrom in einem steilen Winkel. Deshalb kann sich die stärkste Aktivität auf wenige Stunden konzentrieren.